Erfolgreiche Zusammenarbeit erfordert Vertrauen

Im kommenden Jahr wird der Deutsche Bundestag neu gewählt. Dies bestimmt glücklicherweise noch nicht allzu sehr jegliches politisches Handeln. Derzeit stehen innenpolitische Ereignisse eher im Hintergrund. Die Staatsschuldenkrise beschäftigt Europa. Große Anstrengungen werden allen abverlangt, um die politische, wirtschaftliche und finanzielle Einheit Europas zu erhalten. Deutschland muss sich im internationalen Umfeld bewähren. Dies gelingt bisher erfreulich gut. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistet der international sehr geschätzte deutsche Mittelstand. Dieser ist in der Region verwurzelt. Daraus bezieht er seine Kraft. Die Stärkung des Standortes ist das Mittel zum Erfolg. Für den Standort Deutschland zeichnen sich, bedingt durch die demographische Entwicklung und dem daraus resultierenden Fachkräftemangel, zukünftige Probleme klar ab. Deren Lösung ist für die Zukunft des Standortes existenziell bedeutend. Integration ist zwingend erforderlich, in alle Richtungen – von Älteren, von Jüngeren, von Migranten, von Hoch- und von Niedrigqualifizierten.
Unsere Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit können wir nur noch im Verbund miteinander erhalten. Wesentliche Basis einer erfolgreichen Zusammenarbeit ist wechselseitiges Vertrauen, gegenüber Lieferanten, Kunden, Mitarbeitern und nicht zuletzt gegenüber Kollegen. Das offensive Abwerben von Mitarbeitern aus Kollegenfirmen, das rücksichtslose Profitstreben sowie das Ausnutzen von Informationen, die man im Rahmen vertrauensvoller Zusammenarbeit erhalten hat, belasten, ja zerstören, gewachsene Vertrauensverhältnisse. Vertrauensmissbrauch macht jede Zusammenarbeit unmöglich. Im eigenen Interesse sollten wir deshalb die Bemühungen der Lieferanten um eine differenzierte Behandlung der verschiedenen Vertriebswege unterstützen, insbesondere wenn diese europaweit ausgerichtet sind. Dazu gehört auch, gegebenenfalls auf ein schnelles Geschäft zu verzichten. Die traditionellen Kaufmannstugenden sind als Compliance wieder aktuell. Als ehrbare Kaufleute sollten wir deshalb diese auch ambitioniert vertreten und uns von denjenigen abgrenzen, die diese Regeln nicht beherzigen.
Der Gedankenaustausch im unmittelbaren, persönlichen Kontakt ist auch oder gerade in Zeiten der Social Media, wo Hunderte von (angeblichen) Freunden die Regel sind, nicht hoch genug zu bewerten. Nach dem erfolgreichen 1. PVH-Kongress im Herbst 2011 laden wir Sie zum 2. PVH-Kongress Anfang März 2013 nach Köln ein. Wieder werden Ergebnisse einer exklusiven Marktstudie vorgestellt und kommentiert. Wer vor einem Jahr dabei war, konnte wichtige Erkenntnisse für seine künftige Ausrichtung gewinnen. Nehmen auch Sie im Frühjahr diese Chance wahr, einen Informationsvorsprung zu gewinnen. Knapp zwei Tage sind gefüllt mit Gesprächen, Diskussionen, Vorträgen, Analysen und Handlungsempfehlungen sowie mit einem interessanten Rahmenprogramm. Dieses informative Wochenende am 1. + 2. März 2013 sollten Sie nicht verpassen!
Meinen Kollegen im Präsidium und in den Arbeitskreisen danke ich, dass sie einen nicht unerheblichen Teil ihrer ohnehin knapp bemessenen Zeit unserer Branche ehrenamtlich zur Verfügung stellen. In weiterhin schwieriger Zeit ist es umso wichtiger, gemeinsam zu agieren und mögliche Synergien zu nutzen. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Geschäftsstelle haben wieder mit ihrem beständigen Einsatz unsere tägliche Arbeit vereinfacht - auch hierfür herzlichen Dank.
Die letzten Wochen des Jahres mögen uns, neben allem Geschäftlichen, auch die Zeit bringen, durchzuatmen und Kraft zu tanken für die Herausforderungen des kommenden Jahres. Ich wünsche uns allen besinnliche Weihnachtstage, einen friedlichen Jahreswechsel und einen hoffnungsvollen Start in das Jahr 2013.

Ihr

Dr. Paul Kellerwessel
ZHH-Präsident