Vorsorge ist Plicht - aber freiwillig!

Wie sieht Ihre Alterssicherung aus? Bekommen Sie eine gesetzliche Rente? Reicht diese aus oder sind Sie zusätzlich abgesichert? Betrachten Sie Ihren Betrieb als Ihre Altersversorgung? Was ist aber, wenn dieser in wirtschaftliche Probleme gerät?
Auch der Gesetzgeber erkennt dieses Problem und bereitet in typisch deutscher Regulierungs- und Fremdbestimmungswut eine Pflichtvorsorge für uns Selbstständige vor. Ziel ist die Sicherheit für den Staat, sich später keinesfalls mit Sozialfürsorge um verarmte Unternehmer kümmern zu müssen.
So sehr zwar diese immer stärkere Einmischung des Staats in unsere Lebens- und Finanzplanung abzulehnen ist, so hat das Ganze doch auch einen positiven Aspekt. Wir werden auf oft massive Versäumnisse in der Versorgungsplanung fürs Alter hingewiesen. Nehmen wir uns - trotz der Belastung durch das Alltagsgeschäft - die Zeit, auch schon vor der Lebensmitte ein konkretes Sicherungsnetz für das Alter, das auf mehreren Beinen steht, zu entwerfen und umzusetzen. Dazu brauchen wir keinen Gesetzgeber und bleiben Herr unserer eigenen, gelebten Selbstständigkeit.
Sollten diese Vorschriften aber dennoch kommen, so ist zu fordern, dass die konkrete Ausgestaltung eine breite Palette an Vorsorgemaßnahmen zulässt und die Verfahrensweisen absolut unbürokratisch werden müssen.

Siegfried Rossmann
ZHH-Vizepräsident