VERLÄSSLICHE POLITIK VERBESSERT DIE ZUKUNFTSAUSSICHTEN


Das Jahr 2013 geht zu Ende. Dies ist Anlass sowohl zu­rückzublicken als auch nach vorne. Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise ist nach einem halben Jahrzehnt im­mer noch nicht überwunden. Dies spüren wir wegen der internationalen Verflechtungen unserer Wirtschaft. Deutschland steht vergleichsweise gut da. Die Rahmenbedingungen für wirtschaftlichen Erfolg sind weiterhin nicht einfach. Die ausgeprägte Konsumbereitschaft der privaten Verbraucher stützt die wirtschaftliche Entwicklung und wird uns 2013 ein leichtes Wachstum bescheren. 2014 wird ein deutlicheres Wirtschaftswachstum erwartet. Deutschland hat im September den Bundestag neu gewählt. Nun sehen wir einer großen Koalition entgegen. Welche Weichenstellungen wird die künftige Regierung vornehmen? Der bisherige Jahresverlauf war politisch eher durch Europapolitik und Wahlkampf geprägt, das letzte Quartal scheint durch Koalitionsverhandlungen bestimmt zu werden. Es ist zu hoffen, dass Ausgabendisziplin und Schuldenabbau den Rahmen des politischen Handels bilden.


Zur Überwindung der Krise leistet der Mittelstand einen wesentlichen Betrag, unabhängig von den Rahmenbedingungen. Flexibel und kreativ, verbunden mit den klassischen Kaufmannstugenden, hat er - häufig im Verbund - viele Schwankungen der wirtschaftlichen Entwicklung abfedern können. Fachkräftemangel, Altersarmut, Integration - um nur einige der dringendsten Aufgaben zu nennen - sind allerdings durch die Wirtschaft alleine nicht zu bewältigen. Diese Themen erfordern zukunftsweisende Entscheidungen der Politiker, auch wenn sie für einzelne Ge­sellschaftgruppen unbequem sein werden.
Unsere Branche ist erwartungsvoll in das Jahr 2013 gestartet. Der ungewöhnlich lange Winter und die weiterhin ungewissen Zukunftserwartungen erschwerten jedoch vielfach sehr früh, die Vorjahresumsätze zu erreichen. Es ist zu hoffen, dass es 2014 durch verlässliche Politik gelingt, die Zukunftsaussichten zu verbessern.
Als Branchenverband haben wir auch im vergangenen Jahr klar Position für den mittelständischen Handel bezogen, als Interessenvertretung, als Informationsplattform, als Ratgeber, als An­bieter von Weiterbildungen und Zertifizierungen. Neben konkreten Arbeitshilfen stehen wir in in­tensivem Kontakt mit Händlern und mit Lieferanten, denn nur durch ein konstruktives Miteinander lassen sich erfolgversprechende Strategien entwickeln und umsetzen.
Konstruktives Miteinander mahnte auch die 2. exklusive PVH-Marktstudie an, die wir auf dem 2. PVH Kongress Anfang März in Köln vorgestellt haben. Der PVH-Kongress hat seine Daseinsberechtigung bewiesen, denn der Gedankenaustausch zwischen Geschäftspartnern im persönlichen Gespräch bleibt ein unverzichtbarer Kommunikationsweg. Kritisch anzumerken ist, dass die Beteiligung seitens des PVH-Handels steigerungswürdig und -fähig ist. 2015 soll der 3. PVH-Kongress folgen, verbunden mit der Hoffnung auf erneut steigende Teilnehmerzahlen.
Unsere Tochtergesellschaften, das Bildungswerk, die Dienstleistung, die AGM-Zert und die Ei­senwarenzeitung konnten sich in diesem Jahr wiederum erfreulich positionieren. Viele Kollegen haben erkannt, dass Qualifizierung und Zertifizierung, Information und ansprechendes Arbeitsmaterial Vorteile für den Erfolg bringen. Auch die E/D/E Stiftung hat die Arbeit unseres Bildungswerkes dieses Jahr wieder durch die Vergabe von Stipendien unterstützt, hierfür herzlichen Dank!
Abschließend danke ich allen Kolleginnen und Kollegen, die sich in den verschiedenen Gremien des Verbandes ehrenamtlich um die Belange der Branche gekümmert haben. Solch ein En­gagement ist nicht selbstverständlich, und es wird immer schwieriger, dieses in den Alltag zu in­tegrieren. Trotzdem ist es schön zu wissen, dass wir uns aufeinander verlassen können.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Geschäftsstelle haben uns - sowohl bei der Gremienarbeit als auch bei unserer täglichen Arbeit - tatkräftig unterstützt. Für diesen steten Einsatz danke ich ebenfalls.
Die bevorstehende Adventszeit sei nicht nur durch erfolgreiche Geschäfte gekennzeichnet, sondern möge uns auch die Muße geben, uns auf die Weihnachtstage einzustimmen. Ich wünsche Ihnen, Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie allen Familienangehörigen frohe Weihnachten und einen friedlichen Jahreswechsel in ein erfolgreiches Jahr 2014.

Ihr

Dr. Paul Kellerwessel
ZHH-Präsident