MEHR PFLICHTEN FÜR ALLE HÄNDLER DURCH DIE NEUE VERBRAUCHERRECHTERICHTLINIE

 

Zum 13. Juni diesen Jahres tritt die neue Verbraucherrechterichtlinie in Kraft. So beschloss es der Bundestag vor einem Dreivierteljahr. Vielen von uns dürfte nicht klar sein, dass dieses Gesetz jeden Händler betrifft, der (auch) an Privatleute verkauft. Egal ob stationär oder online, die neuen Pflichten (und Rechte) gelten für alle. Es haben wieder einmal einige wenige schwarze Schafe dafür gesorgt, dass nun alle deutlich mehr Aufwand betreiben müssen, um den neuen gesetzlichen Vorschriften zu genügen. Vieles, was im Gesetz festgeschrieben wird, machen seriöse Händler schon lange, haben es nur nicht schriftlich fixiert. 

Da es grundsätzlich bei jeder Gesetzesänderung - besonders im Wettbewerbsrecht - Gruppierungen gibt, die nur darauf warten, wahre Abmahnwellen in Gang setzen zu können, sollten Sie Ihre Unterlagen, Ihre Online-Shops und Ihre Vorgehensweisen den neuen Vorschriften bis Mitte Juni anpassen.

Nicht alles an den neuen Vorschriften bringt lediglich mehr Arbeit für uns Händler. Gut ist die Neuregelung des Widerspruchrechtes. Konnte bislang ein Kunde, der nicht oder nicht richtig über dieses Recht aufgeklärt worden war, endlos lange die Ware zurückgeben, so wurde dies auf ein Jahr und 14 Tage begrenzt. Immer noch eine lange Zeit, aber wenigstens überschaubar.

Auf den folgenden Seiten der ZHH-Information finden Sie einen Überblick über die Neuregelungen, soweit sie unsere Branche betreffen. Für Online-Händler ist vieles bekannt, hier reichen Anpassungen - rein stationäre Händler müssen einiges neu anwenden. Noch sind ein paar Monate Zeit, um die Unterlagen anzupassen und sich mit den Einzelheiten vertraut zu machen. Sollten weitere Fragen auftauchen, dann zögern Sie nicht, unsere Verbandsjuristen anzusprechen. 

 

    Hans Hermann Hagelmann

    ZHH-Präsidiumsmitglied