Wenn Kunden nicht zahlen ...

 

Das Problem ist jedem Groß- und Einzelhändler bekannt: zahlungssäumige Kunden. Die ausstehenden Summen vielleicht sogar mehrmals anzumahnen, ist in der Regel aufwändig, zeitintensiv und hin und wieder eben auch nicht erfolgreich.

Allerdings haben wir als Unternehmer die Möglichkeit, uns eines Forderungsmanagements zu bedienen. Hinter diesem Begriff steht ein professionelles Mahnwesen mit dem Ziel, Zahlungsausfälle zu vermeiden und die Liquidität eines Unternehmens nachhaltig zu sichern. Es ist meist Teil des innerbetrieblichen Rechnungswesens und beginnt mit dem Ordnen, dem Registrieren und dem Organisieren offener Zahlungen. 

Bei Zahlungsverzug sorgt ein funktionierendes Forderungsmanagement dafür, dass der Rechnungsempfänger rechtzeitig und auch wirkungsvoll an seine Zahlungspflicht nicht nur erinnert, sondern auch zur Erledigung angehalten wird. Effizientes Forderungsmanagement beginnt also nicht erst mit dem Eintreiben offener Zahlungen und einer ersten Zahlungserinnerung. Noch vor einer Geschäftsanbahnung – vor allem bei großvolumigen Aufträgen – besteht außerdem immer die Möglichkeit, die Bonität des jeweiligen Geschäftspartners zu überprüfen und eventuell sogar Schuldner- und Handelsregister sowie den Jahresabschluss einzusehen.

Je nach Unternehmensgröße und der Anzahl der Kunden kann es deshalb auch sinnvoll sein, das Mahnwesen auf ein Unternehmen zu übertragen, das sich auf das Eintreiben von Zahlungsausfällen spezialisiert hat.Die Entscheidung für oder gegen Outsourcing ist dabei natürlich auch abhängig von einer Kosten-Nutzen-Analyse. Doch angesichts eines rasanten Anstiegs gerichtlicher Mahnverfahren ist Forderungsmanagement mittlerweile für alle Unternehmen eine reifliche Überlegung wert.

 

Karl Boos
Boos Sicherungs-Systeme GmbH, Köln