E-Post-Brief und De-Mail revolutionieren den Briefversand!

Die europäische Dienstleistungs-Richtlinie hat der Bundesregierung aufgegeben, einen sicheren elektronischen Kommunikationsweg zu schaffen. Dies wurde mit dem Entwurf des De-Mail-Gesetzes in die Wege geleitet. Dieses Gesetz wurde im Februar / März vom Bundestag und Bundesrat beschlossen und soll noch vor den Sommerferien in Kraft treten. Obwohl es hinsichtlich der konkreten Umsetzung noch einige Kritikpunkte gibt, ist der Ansatz gut. Die Mehrheit der Menschen in Deutschland kann und will auf Internet und E-Mail nicht mehr verzichten; die elektronische Kommunikation ist selbstverständlich geworden. Nur, wenn es um sensible Daten, um amtliche Benachrichtigungen ging, dann musste bislang auf den althergebrachten Postweg zurückgegriffen werden. Dies ist mit hohem Arbeitsaufwand und Kosten verbunden, auch sind die Laufzeiten der Briefpost im Vergleich zum elektronischen Brief unsagbar lang. Dies soll sich jetzt ändern.
Mit dem E-Post-Brief gibt es seit vergangenem Jahr schon ein Angebot der Deutschen Post - und mit De-Mail startet in Kürze ein weiteres Angebot. Beide Systeme sind ähnlich strukturiert, aber - noch - nicht kompatibel. Der E-Post-Brief soll in das De-Mail-System eingebunden werden.
Der Registrierungsprozeß ist nicht kompliziert. Neben einer Online-Anmeldung muss eine Identifikation durch Post-Ident vor Ort durchgeführt werden. Die Reservierung von Mailadressen ist unverbindlich.
In dieser ZHH-Information sind erste Informationen zu diesem Kommunikationsweg enthalten. Weitere gibt es auf den Webseiten der Anbieter. Dieses Kommunikationssystem lebt von der Menge derer, die sich daran beteiligen. Je mehr mitmachen, desto effizienter ist es. Über kurz oder lang wird sich der sichere elektronische Brief durchsetzen. Vor nicht allzu langer Zeit war ein Fax etwas Exotisches, heute ist es Standard; für die Digital Natives ist es sogar schon fast ein Relikt aus alter Zeit - sie setzen auf modernere elektronische Kommunikation ...
Wir dürfen uns dieser Entwicklung nicht verschließen, wir sollten sie mittragen.

Rainer D. Toltz
ZHH-Präsidiumsmitglied