Gezielte Weiterbildung zahlt sich aus

 

„Handel ist Wandel“ ist ein viel zitiertes Sprichwort, das Führungskräfte in Handelsunternehmen gerne strapazieren, wenn es darum geht, die anhaltende Veränderungsbereitschaft der Branche in Worte zu fassen. 

Genau diese Aussage trifft aber auch auf das Berufsbild im Einzelhandel zu, dessen Anforderungen sich in den zurückliegenden Jahrzehnten stark gewandelt haben. Zwar waren das Beraten und Kassieren, der Wareneinkauf, die Lagerung und verschiedene Organisationsaufgaben schon immer Bestandteil des Berufsbildes und sind es auch bis heute noch, aber die Arbeitsumstände und –abläufe haben sich in den vergangenen Jahren stetig verändert. Diese Entwicklung kann man eigentlich ganz prägnant zusammenfassen: Die einfache Registrierkasse wurde mittlerweile gegen ein komplexes Warenwirtschaftssystem eingetauscht und dieses hat große Teile der Administration übernommen. Doch das ist längst nicht alles. Online-Handel, Multi-Channel-Konzepte und Digitalisierung sind die Schlagwörter, die uns als Einzelhändler heute tagtäglich mit immer neuen Aufgaben und Herausforderungen konfrontieren. 

Dass das Berufsbild Einzelhändler Hand in Hand mit den digitalen Entwicklungen gehen muss, ist unabdingbar, will man sich nicht auf das Abstellgleis manövrieren. Aber dazu ist es notwendig, dass alle an einem Strang ziehen und wir uns als Arbeitgeber konstruktiv mit den anstehenden, immer neuen digitalen Themen auseinandersetzen. Dies bedeutet unter anderem, dass wir in unsere Mitarbeiter und deren Weiterbildung investieren. Zum einen, um ihnen damit mehr Kompetenz und Sicherheit im Umgang mit der „digitalen Welt“ und den Kunden zu geben, zum anderen aber auch um unsere Unternehmen für die Zukunft auf eine solide Basis zu stellen.

 

Manfred Stuwe
ZHH-Präsidiumsmitglied