Wir werden alle älter ...

„Demographischer Wandel“ - ein Begriff, der inzwischen jedem geläufig ist, da er seit Jahren in allen Bereichen unseres Lebens zu hören ist. Es handelt sich um eine Entwicklung, die die gesamte Gesellschaft verändert, die sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr verhindern lässt. Auch wir im Handel müssen uns mit dieser Problematik beschäftigen. Wir stellen seit einigen Jahren fest, dass es immer weniger Azubis gibt, dass ausgebildete - junge - Fachkräfte schwer zu bekommen sind, dass unsere Mitarbeiter - und wir selber auch - immer älter werden, dass wir uns häufiger als früher mit in Ruhestand gehenden Mitarbeitern beschäftigen müssen - und vielleicht haben wir auch eine Veränderung innerhalb unserer Kundschaft festgestellt. Auch diese werden älter, haben andere Bedürfnisse und Vorstellungen als noch vor einigen Jahren.

Alle statistischen Daten zeigen, dass sich unsere Alterspyramide umdrehen wird: wenige Jüngere und viele Ältere. Wir können und dürfen dies nicht ignorieren. Der jahrzehntelang propagierte „Jugendwahn“ und das oftmals damit verbundene Herabqualifizieren von älteren Menschen (wobei „älter“ manchmal schon bei 45 oder 50 anfängt!) ist heute kein erfolgversprechendes Programm mehr. Wer erfolgreich sein und bleiben will, muss sich mit der älter werdenden Bevölkerung beschäftigen und sowohl als Arbeitgeber als auch als service- und dienstleistungsorientierter Händler geeignete Maßnahmen ergreifen, um Mitarbeiter und Kunden zu begeistern. Dafür gibt es kein Patentrezept, jeder muss seine spezielle Situation analysieren. Es gibt aber eine Reihe von oftmals einfachen Maßnahmen, von denen alle profitieren - egal, ob jung oder alt. Diese bieten die Chance, sich als modernes und zeitgemäßes Unternehmen zu profilieren.

 

Manfred Stuwe,
ZHH Präsidiumsmitglied