Bin ich schon dabei, oder was?

So könnte in Anlehnung an die bekannte AOL-Werbung* mit Boris Becker aus dem Jahre 1999 die heute zu stellende Frage lauten. Ein Internetzugang ist inzwischen selbstverständlich, sogar der Bundesgerichtshof hat dies bestätigt und als signifikant für die Lebenshaltung bezeichnet. In Anbetracht der Preisentwicklung und der damit einhergehenden Verbreitung von Smartphones und Tabletts ist es inzwischen fast jedem möglich permanent online zu sein - und es sind nicht nur die "digital natives", die dies nutzen.
Inwieweit kann es sich ein Händler noch leisten, nicht im Internet präsent zu sein? - Minimum ist eine digitale Visitenkarte mit allen für potentielle Kunden wichtigen Angaben, besser eine Präsenz, die das Unternehmen ausführlich und aktuell vorstellt. Ob die angebotenen Produkte und Services dann auch über einen Shop angeboten werden, ist eine weitere Entscheidung, die gut überlegt sein will.
Es gibt gute Gründe für oder gegen einen Internet-Shop. Wer sich für einen Verkauf über das Internet entscheidet, muss sich bewusst sein, dass er dies nicht nur nebenbei machen kann. Einerseits müssen eine ganze Reihe rechtlicher Vorgaben erfüllt werden und andererseits ist die Erwartungshaltung potentieller Kunden hoch. Dies fängt bei der Präsentation der Waren an, geht über umfassende Kommunikation und Zahlungsmöglichkeiten bis zu kurzen Lieferzeiten. Aus diesem Grund sollte keiner selbst einen Shop „basteln“, sondern auf bestehende Systeme zurückgreifen. Diese werden von den verschiedensten Anbietern bereitgestellt und lassen kaum einen Wunsch offen. Auch die Verbundgruppen unserer Branche bieten ihren Mitgliedern diesen Service. In dieser und den nächsten ZHH-Informationen werden wir Ihnen solche Systeme vorstellen.
Wer sich gegen einen Shop entscheidet, der sollte in der heutigen digitalen Zeit selbstverständlich seinen potentiellen Kunden im Internet einen Überblick geben, was er wann im Geschäft bekommen kann. Bedingt durch das mobile Internet werden auch häufiger Händler aus der näheren Umgebung gesucht, um dann direkt in das Geschäft vor Ort zu gehen. Kaum ein Käufer informiert sich nur online oder nur stationär, auch wird mal da und mal dort gekauft. Es wird nicht mehr nach Vertriebskanälen unterschieden, sondern je nach Situation wird der eine oder andere Weg beschritten.


Gert Bendl
ZHH-Präsidiumsmitglied

* Wer sich nicht mehr daran erinnert, kann sie sich hier unter
http://m.youtube.com/watch?v=S7mGbRkUP7Q anschauen.