50 Jahre AKB

   

Gemeinsam besser sein als die anderen


140 Gäste aus Handel und Industrie konnte Martin Meesenburg, der Vorsitzende des Arbeitskreises Baubeschlag, am 17. Januar in München, zur 50-Jahr-Feier des AKB begrüßen. Man traf sich im Palais Keller des Bayerischen Hofes. In seiner Begrüßungsrede stellte Martin Meesenburg kurz den AKB vor, der derzeit rund 100 Mitglieder hat und ein Teil des viel älteren ZHH ist. Anschließend legte er dar, wie er 2004 zum Sprecher des AKB wurde und bedankte sich bei Wolf Hoppe, mit dem er jahrelang das Vergnügen hatte, im Rahmen der Ständigen Konferenz zusammen zu arbeiten und bei Petra Hautau, der derzeitigen Sprecherin des Fachverbandes Schloss und Beschlag. Gleichzeitig verabschiedete er Ralf Müll, ein Urgestein der Branche und dankte ihm für die vertrauensvolle, angenehme und konstruktive Zusammenarbeit mit dem AKB. Last but not least freute er sich, dass so viele Menschen zusammen gekommen sind, die verbunden mit ihrer Arbeit seit Jahren, Jahrzehnten und manchmal sogar seit Generationen ein freundschaftliches Verhältnis pflegen. Er bedankte sich bei der Industrie für ihr Sponsoring, die den feierlichen Rahmen erst ermöglichte. Anschließend ging Elmo Keller auf die Geschichte des AKB ein:
Die AKB Gründung wurde geprägt durch die Initiative einiger Persönlichkeiten der Branche, im Jahre 1960. In diesem Kreis reifte auch der Entschluss den Arbeitskreis Baubeschlag zu gründen. Es wurden 143 Einladungen an Unternehmen zu einer Versammlung nach Frankfurt verschickt. Schwerpunktthema der Versammlung: Durch eine straffere, organisatorische Zusammenfassung der maßgeblichen Baubeschlaghändler in Deutschland im Baubeschlag zu einer aktiven Vertretung ihrer wirtschaftlichen, beruflichen und fachlichen Interessen zu kommen. 78 Firmen waren am 27.Juni 1961 in Frankfurt vertreten. Nach einem einleitenden Referat von Bruno Garbe wurde einstimmig der Gründung des Arbeitskreises Baubeschlag zugestimmt. Zugestimmt und bejaht wurden auch das Ziel und der Zweck des Arbeitskreises, neben einer Interessenvertretung der Baubeschlag-Firmen auch das Bestreben zu einem echten Partnerschaftsverhältnis mit der Industrie zu kommen. Bruno Garbe wurde einstimmig zum ersten Bundessprecher des AKB gewählt. Anschließend wurden die allseits bekannten organisatorischen Gliederungen etabliert, um dem AKB von vorneherein die größtmögliche Wirkung zu sichern. Noch heute sind die Regionalgruppen, genau wie damals die tragende Säule des AKB. Hier kennt man sich, hier weiß man, wo der Schuh drückt. Diese von Anfang an gegebene straffe AKB-Organisation, die stets zeitnah bis heute angepasst wurde, war und ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche AKB-Interessenvertretung.
Natürlich waren damals die Hersteller im höchsten Maße misstrauisch, was die Gründung des AKB anging. Aber die Initiatoren hatten an alles gedacht, in ihrem Konzept war eine „Ständige Konferenz Handel/Industrie“ vorgesehen, die alsbald der Industrie Aufklärung brachte. Der Arbeitskreis wollte die Zusammenarbeit mit seinen Herstellern und schon bald stellte sich heraus, dass beide Seiten Wünsche betreffend der Zusammenarbeit hatten. Noch heute gibt es die Ständige Konferenz und viele Branchen beneiden uns darum. Gemeinsamer Ideenaustausch schafft Verständnis für einander und vielfach sind Freundschaften daraus entstanden.
Über zehn Jahre war Bruno Garbe Sprecher des AKB, ihm folgte an der Spitze Georg Schwach, der dieses Amt fast acht Jahre inne hatte. Im Jahre 1980 wurde Bernfried Meyer, zum Nachfolger als Bundessprecher des AKB gewählt. In seiner Amtszeit wurden die Fortbildungslehrgänge ins Leben gerufen, die noch heute in modifizierter Form, Mitarbeiter zu qualifizierten Bau-Beschlag-Spezialisten machen. In wenigen Tagen beginnt der 39. Lehrgang Technischer Fachkaufmann/-frau für Beschlagtechnik. Dies zeigt, dass auch heute noch qualifiziert ausgebildete Mitarbeiter das A und O des Geschäftserfolges sind. Außerdem wurden in der Amtszeit von Bernfried Meyer erste Kontakte zu europäischen Verbänden aufgenommen.
1988 wurde Winfried Höller, zum Nachfolger von Bernfried Meyer gewählt. In seiner Amtszeit wurde gemeinsam mit der Industrie das Edifact – Projekt mit der Universität Paderborn gestartet und der AKB International gegründet.
1992 wurde Klaus Wehlmann zum AKB- Bundessprecher gewählt, der dieses Amt 12 Jahre inne hatte, bis 2004. Die Integration der neuen Bundesländer und von Berlin nach der Wende ist mit sein Verdienst sowie die Entwicklung eines Strategiekonzeptes Zukunft des Baubeschlaghandels.
Seit 2004 ist Martin Meesenburg Vorsitzender des AKB. In seiner Präsidentschaft ist die Arbeit geprägt vom Strukturwandel der Branche auf allen Ebenen. Hier gilt es, den Mitgliedern das Erschließen neuer Geschäftsfelder aufzuzeigen sowie bestehenden Bedarf besser auszuschöpfen.
Das allbeherrschende Thema in den 50 Jahren des Bestehens des Arbeitskreises war der Wandel der Vertriebswege. Während in der Anfangszeit massiv dagegen protestiert wurde, sind heute andere Strategien gefragt. Besser sein als die anderen, muss die Maxime für den Beschlaghandel sein, dann wird er sich auch weiterhin behaupten.
Petra Hautau überbrachte im Namen der deutschen Schloss- und Beschlagindustrie die herzlichsten Glückwünsche und ein ebenso herzliches Dankeschön für 50 Jahre kollegiale Zusammenarbeit.
Im Anschluss an die Reden fand ein festliches Abendessen statt - mit viel Zeit für Gespräche.