Tiger oder Bettvorleger entscheidet über die Zukunft

 

"Tiger oder Bettvorleger" war das Motto des diesjährigen (3.) PVH-Kongresses am 20. und 21. März in Köln. Im Mittelpunkt stand der dritte Teil der exklusiven Marktstudie zur Zukunft des PVH, des Weiteren gab es ein breites Spektrum ergänzender Vorträge und wie auch schon in den Vorjahren, Zeit sich mit den Kollegen aus Handel und Industrie auszutauschen. 

Seit der ersten Studie  hat sich viel getan - alle am Geschehen Beteiligten haben ihre Hausaufgaben gemacht. Aber wir befinden uns in einer Zeit des Umbruchs, sogar in einer "Revolution" wie es aus den Vorträgen zu vernehmen war. Die Veränderungen sind tiefgreifend, schnell und noch längst nicht abgeschlossen. Es reicht nicht mehr aus, auch mal online zu sein, die Entwicklung geht - ob es uns gefällt oder nicht - zu einer Allgegenwart der virtuellen Welt. Online und offline verschmelzen immer mehr zu einer Einheit und nachfolgende Generationen werden beides selbstverständlich und stetig nutzen. 

Vergleichbar der im 19. Jahrhundert durch die industrielle Revolution veränderten Gesellschaftsstrukturen vollzieht sich ein Wandel durch die digitale Revolution. Der 3. PVH Kongress hat uns deutlich vor Augen geführt, dass jeder von uns den Tiger in sich entdecken muss, will er nicht als Bettvorleger enden. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, auch auf Basis des auf dem Kongress Gehörten, Strategien zu entwickeln, um nicht zum Bettvorleger zu werden. Einhelliger Tenor mehrerer Vorträge war, dass jetzt noch Zeit ist, mit der Digitalisierung des Handels zu experimentieren und eigene Wege zu entwickeln, in 5 Jahren könnte es dazu zu spät sein.

 

Die Veranstaltung von ZHH, FDM, FWI und ZVEI hat sich durch die ersten beiden Kongresse einen exzellenten Ruf erarbeitet und konnte die Teilnehmerzahlen erneut steigern. Und dies zu recht.  Wer diesen Kongress verpasst hat, hat eine gute Gelegenheit versäumt,  mit einem Minimalaufwand von einem Tag wichtiges Faktenwissen und vielseitige Anregungen zu bekommen. Vielleicht sehen wir uns ja beim nächsten Mal?

 

Hans-Christian vom Kolke
Geschäftsführender Gesellschafter, G. Elsinghorst Stahl und Technik GmbH